Sonntag, 4. August: Um 3:40 sind wir aufgestanden und haben uns
auf den Weg zum Yosemite (sprich Jo-sé-mi-ti) Nationalpark gemacht. Wir haben
gelesen, dass uns dort einer der attraktivsten Landschaftsparks Nordamerikas
erwartet, bekannt besonders für schroffe Felswände, Wasserfälle und ein Tal mit
Blick auf Felsen rundherum. Es war noch finster und 1000 Sterne am Himmel zu
sehen, als wir über kurvenreiche Straße dorthin kamen. Um 6 Uhr sind wir dann
im Tal des Parkes selbst angelangt und haben uns gleich auf die Suche nach dem
einzigen Campingplatz im Tal gemacht, wo auf „first come, first served“-Basis
die Plätze vergeben werden (Camp 4). Hier konnten wir die atemberaubende Sicht
auf riesige Granitblöcke, die den Park auszeichnen, noch gar nicht genießen.
Nachdem wir kurz herumgeirrt sind, haben wir einen Ranger getroffen, der uns
gleich vorausgefahren ist um uns zum Campingplatz zu führen. Dort sind schon
andere brav in einer Schlange gestanden. Nach zwei langen Stunden warten, war
es endlich fix, dass wir einen Platz bekommen um nur 5$/Person/Nacht (ohne
Duschen und sonstige Annehmlichkeiten). Gleich verstauten wir all unser Essen
und alle Cremes etc. in einem Essenscontainer neben unserem Zeltplatz (food locker). Das ist
hier obligatorisch, wegen den BÄREN. Der Geruch lockt sie an und dann kann‘s
schon mal vorkommen, dass ein Auto demoliert wird oder ein Zelt „betreten“. Die
armen Tierchen haben halt auch Hunger. :D Beim Zeltplatz haben wir dann noch
kurz mit Leuten aus Los Angeles gesprochen. Die waren gleich voll nett, haben
uns Essen angeboten und uns Tipps gegeben, was sie in LA anschauen würden etc.
 |
| im Hintergrund: Nevada Falls - Wasserfälle :) |
Danach haben wir eine Wanderung zu den Vernal
und Nevada falls (Wasserfällen) gemacht. Erst jetzt wurde uns die unglaubliche
Schönheit des Parks und der Felsblöcken bewusst. (Siehe Fotos)

Auch am
Montag
haben wir noch eine kleine Wanderung gemacht. Gleich am Morgen sind wir zum
Glacier Point (Aussichtspunkt) gefahren und nach dem Frühstück dort zum Sentinel Dome gewandert.
Dort haben wir uns einige Zeit aufgehalten, weil die Aussicht einfach unglaublich
war. Vor allem die Sicht auf den berühmten Felsen – genannt: Half Dome – war der Aufstieg wert.

Ein schönes Erlebnis hatten wir dort auch noch: Ein paar Leute haben uns
angesprochen, woher wir sind und so. Mit denen haben wir etwas gequatscht und
uns gut verstanden. Einer von ihnen wohnt ganz in der Nähe vom Park und hat uns
noch alles mögliche erklärt und uns Tipps und so gegeben. Nach einiger Zeit
haben sie gemeint, dass sie oben noch beten bzw. ein Lied singen wollen. Wir
haben ihnen erklärt, dass wir auch Christen sind und haben uns spontan
angeschlossen und gemeinsam auf der Felsenkuppel „How great thou art“ (deutsch:
„Du großer Gott“) gesungen. Danach haben wir noch Kontakt mit ihnen
ausgetauscht. Den restliche Zeit im Park haben wir mit Spazieren, Essen kochen,
„Duschen“ (im Fluss mit unserem tollen biologischen Allwaschmittel) und Film
schauen über den Park im Besucherzentrum
verbracht. Unglaublich TOLL. Ich wollte dort gar nicht weg, weil wir
noch so wenig gesehen hatten. Die „dicken“ Bäume – genannt Sequioas – musste
wir leider auslassen :/.
Dafür haben wir am nächsten Morgen den
Sonnenaufgang an einem schönen Aussichtspunkt genossen + Frühstück und sind
dann über eine Passhöhe (Tioga) auf die östliche Seite des Parks gelangt. Der
erste See, der uns dort begegnete wurde gleich als guten-morgen-Dusche genutzt J Danach marschierten wir auf einem schönen Waldpfad hinauf zum
Elizabeth Lake. Fast alleine dort oben, aßen wir, schauten Rehen beim Grasen zu
und genossen die angenehmen Temperaturen am Vormittag (20°C).
 |
die Morgensonne genießen am Elizabeth Lake (Yosem. NP)
 |
Zurück beim Auto war es an der Zeit uns vom
Yosemite NP zu verabschieden und es den Pass hinunter in den Osten der Sierra
Nevada. Vorbei am größten Kratersee der Erde (Mono Lake) und an zwei
Wintersportorten (Mammoth Lakes, June Lake) gelangten wir an unser Tagesziel:
Lone Pine. In Mammoth Lakes hatten wir überlegt uns berühmte Felsformationen
anzusehen, in der Nähe ist aber ein Waldbrand und die Luft dort war ganz
vernebelt vom Rauch.
In Lone
Pine haben wir einen wundervollen Zeltplatz gefunden an einem See und Abkühlung
war uns ganz recht bei den 38°C ;-) Aber im Schatten und durch den Wind, lässt
es sich ganz gut aushalten. Dort waren wir fast alleine am See. Mit einem Paar aus Deutschland, dass kurz nach uns angekommen ist, haben wir uns noch ausgetauscht und geplaudert bis es finster war und uns die Mücken fast aufgefressen haben.
 |
| unser Schlafplatz direkt am Diaz Lake :) Konsti beim Abendessen. |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen